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Intuition in der Arbeitswelt: Solveig Cornelia Thorwart, Intuitionstraining, Lebensberatung, Instrumentalunterricht, Konzerte, Autorin, 37 Jahre
Sonntag, den 14. November 2010 um 23:00 Uhr
Akademie der Intuition
www.gemeinsam-erwachen.de und www.releasing-freiburg.de
Ich leite Seminare und Jahrestrainings zur Entwicklung intuitiver Fähigkeiten. Da ich die Entwicklung der Intuition als eingebunden in den größeren Zusammenhang der persönlichen Lebensgestaltung sehe, spielt in die Jahrestrainings auch die Entwicklung einer eigenen, authentischen Lebensvision mit hinein. Ebenfalls wichtig für die Verfeinerung der eigenen intuitiven Kräfte ist meiner Ansicht nach die Kenntnis des eigenen Gefühlslebens und die Lösung belastender Gefühle. Dies kann durch innere Arbeit zum Beispiel mit Releasing geschehen oder durch erhöhte Achtsamkeit, wie man sie durch Meditation entwickelt. Deshalb ist in die Jahresgruppe „Weisheit und Vision des Herzens“ auch Meditation und die Arbeit mit Releasing eingebunden, die Teilnehmer/innen lernen, Releasing-Sitzungen zu geben.
Neben den Seminaren und Jahrestrainings biete ich Einzelsitzungen im Sinne von Lebensberatung an. Zum Einstieg gibt es ein Gespräch, ein „Life Reading“, in dem ich die Lebenssituation meiner Klienten mit ihnen gemeinsam beleuchte. Hier stelle ich meine intuitiven Fähigkeiten wie hellfühlen, hellsehen, hellhören zur Verfügung, um dem anderen Spiegel zu sein. Es entstehen viele klärende Momente, die es dem anderen möglich machen, erfrischt, motiviert und entspannt in sein Leben zu gehen. Möchte jemand tiefer in die innere Arbeit einsteigen und einengende Glaubenssätze, alte Begrenzungen, innere Hemmnisse oder emotionale Blockaden lösen, biete ich Releasing-Sitzungen an. Bei diesen arbeite ich in einem Wachtraumzustand mit den Klienten. Es ist eine Art vertiefte Selbstwahrnehmung für den Klienten möglich, und in diesem durch einfache Entspannungsanweisungen herbeigeführten Zustand, eine Lösung einengender Lebensmuster erreichbar.
Ich habe zwei Bücher geschrieben: „Abenteuer Leben! Gegenwärtigkeit und Liebe im Familienalltag“ schließt an die Erfahrungen meines Bewusstseinsweges und an jahrelange Studien zu Pädagogik sowie praktische Erfahrungen als Musiklehrerin und Mutter an. Es integriert Interviews mit bedeutenden Spirituellen Lehrer/innen, wie Isaac Shapiro und Paul Lowe. Es möchte Eltern und Menschen, die mit Kindern arbeiten, darin unterstützen, in einen authentischen Kontakt mit den Kindern zu gehen und auch hier ihre intuitiven Fähigkeiten ernst zu nehmen – kein Kind gleicht dem anderen. Wichtig ist es, jedes Kind, so wie es ist wahrzunehmen und ihm als gleichwürdigem Menschen zu begegnen.
Das zweite Buch ist ein Kinderbilderbuch: „Vom kleinen Vogel, der nicht singen wollte“. Eine Geschichte von der Einzigartigkeit jedes Lebewesens und von der Freundschaft.
Auch in dem Beruf, dem ich mein Studium gewidmet habe, arbeite ich an zwei Tagen pro Woche: Ich unterrichte Kinder im Geigen- und Bratschenspiel und im Streicherprojekt nach Rolland. Ich schätze es sehr, mit Kindern Zeit zu verbringen, sei es mit meinem eigenen Sohn oder mit meinen Schüler/innen. Es ist ein Geschenk, ihnen zu lauschen, ihre Lebensfreude und Klarheit zu erleben. Hin und wieder gebe ich selbst Konzerte, meist Konzerte für Geige und Cello mit unserem Duo Millefiori.
- Welches Berufsbild verbinden Sie spontan mit Intuition?
Intuitionstrainer/in, Musiker/in, Komponist/in, Künstler/in, Lehrer/in an Waldorfschulen, spirituelle Lehrer, Unternehmer/in
- Wie äussert sich Intuition in Ihrer Arbeit?
In allen Bereichen fortwährend. Im Instrumentalunterricht spüre ich zum Beispiel, wie die Kinder ihre Musikstücke spielen. Aus dem Gesamteindruck entsteht eine Idee darüber, wie ich den Unterricht fortführe, welche neuen Stücke ich wähle. Oft schreibe ich die Stücke ad hoc für die Kinder, komponiere also kleine Stückchen, die genau für sie konzipiert sind. Das fließt mir dann einfach so zu. In Lebensberatungssitzungen sehe und fühle ich die Energiefelder meiner Klienten. Ich berate sie entsprechend den Einsichten, die sich mir intuitiv zeigen. Auch höre ich innerlich oftmals, was zu sagen ist, nehme Formulierungen wahr, die manchmal für meine Klienten viel bedeuten, obwohl ich mir den Zusammenhang vorher rational gar nicht erklären konnte. Wenn ich Fantasiereisen oder geführte Meditationen in Gruppen anleite, lasse ich mich vollkommen vom inneren Spüren, inneren Bildern und innen gehörten Worten leiten. Es gibt keine Planung im vorhinein. Ähnlich, jedoch mit Einbeziehung der Ratio und vorheriger struktureller Planung leite ich Seminare.
- Wie verbinden Sie Intuition und Ratio?
Mit meiner Ratio, meinem „gesunden Menschenverstand“ hinterfrage ich immer wieder Ansichten, Eingebungen und alles, was mir meine Intuition zeigt. Meist treffe ich meine Entscheidungen nach einer Einbeziehung mehrerer Bewusstseinsebenen: also zum Beispiel höre ich innerlich einen Rat, sehe ein Bild dazu, denke über beides nach, wäge rational ab und fühle dann in meinen Körper, wie sich der zu gehende Weg anfühlen würde. Bei wichtigen Entscheidungen gehe ich sehr sorgsam mit all diesen Eindrücken um und beziehe die Ratio genauso ein, wie die intuitiven Möglichkeiten.
- Wann wurde Ihnen bewusst, dass Sie auch intuitiv sind?
Als ich anfing, zufällig Dinge vorauszuwissen und vorauszuahnen. Das war etwa Anfang 20. Als ich zudem merkte, dass ich Dinge über andere Menschen innerlich gesagt bekomme und auf Nachfrage erfahre, das dies stimmt, wusste ich, das ich hier ein Potenzial zu entwickeln habe. Bei der Entwicklung meiner Fähigkeiten war das Ausbildungstraining für Releasing und spirituelle Therapie bei Christof Langholf ein Meilenstein. Es folgte das Selbststudium, aufrichtige Suche, Begegnungen mit weiteren Bewusstseinslehrer/innen, Meditation und innere Führung.
- Wie benützen Sie Ihre Intuition zukünftig?
So, wie ich es beschrieben habe. Ich bin sehr zufrieden mit meinen intuitiven Fähigkeiten. Das bedeutet natürlich auch eine stetige Weiterentwicklung und Verfeinerung. Ich glaube, solch ein Weg ist niemals abgeschlossen. Dabei spielt eine grundsätzlich ethische, verantwortungsvolle Haltung eine wichtige Rolle. Sich selbst immer wieder hinterfragen, das Feedback anderer einbeziehen, Meditation, Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, Verbindung zum Göttlichen, Ausrichtung auf Klarheit und Liebe. Ich bin sehr dankbar für meine Lebensweise und hoffe, sie auch zukünftig so beibehalten, weiterentwickeln und weitergeben zu können.
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