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Aktueller Newsletter

  1. Willkommen
  2. Seminare und Impulstagee
  3. Einblicke in meine Arbeit
  4. Thema „Anders denken lernen“
  5. Mein Netzwerk
  6. Buchtipp

1. Willkommen

Rechtzeitig zum Frühlingsanfang möchte ich Ihnen einen Newsletter zum Thema Frühlingsgefühle präsentieren:
Sinnliche Empfindung durch Körperarbeit
Anders denken lernen: Gedankenmuster im Zusammenhang mit Sinnlichkeit und Erotik
Ein Paar in meinem Netzwerk, das Erotik und Sexualität zu seinem Beruf gemacht hat
Und Sie erfahren Details über mein Seminarangebot

2. Seminare und Impulstage

Klarer Ausdruck mit Körper und Sprache, Modul 1
In diesem Seminar am 5. und 6. Juni 2010 hat es nur noch einen freien Platz.

Anmeldung unter http://www.rbv-now.ch/kontakt.html.

Wir möchten Ihnen ein weiteres Kursdatum anbieten: 28. und 29. August 2010 in Bremgarten AG. Bremgarten ist inzwischen nur noch einen Katzensprung von Zürich entfernt.

Blitzlösungen in der Erziehung. Impulstag am 19. Juni 2010
Dieser Impulstag ist für Eltern gedacht, die ein konkretes Problem mit ihrem oder ihren Kindern in den Kurs bringen können. Am Vormittag erhalten Sie Informationen über die systemischen Aspekte einer Familie, d.h. wer hat welchen Platz im Familiengefüge und trägt damit welche Verantwortung. Am Nachmittag erfahren Sie anhand Ihres Beispiels, was nützlich oder blockierend ist im Gespräch mit Ihren Sprösslingen.

3. Einblicke in meine Arbeit: Sinnliches Empfinden durch Körperarbeit

In diesem Newsletter möchte ich Ihnen von einem Ausschnitt meiner körpertherapeutischen Arbeit berichten, der mit Lust auf Persönlichkeitsentwicklung und Selbstliebe zu tun hat.
Wenn ich in meinem Praxisalltag das Wort Sinnlichkeit erwähne, wird der Begriff meist sofort mit Erotik, Sexualität und Gemeinsamkeit assoziiert. Erotik und Sexualität ist jedoch nur ein Ausschnitt körperlicher Sinnlichkeit. Ein ebenso ausgedehnter Bereich gehört dem persönlichen Erleben und der ganz persönlichen Wahrnehmung des eigenen Körpers, ohne dass Sexualität und Erotik involviert sind. Dazu gehören zum Beispiel: Wohlig entspanntes Sein, Fliessen und Kribbeln im Körper, das Gefühl, jeder Muskel ist wieder am richtigen Platz ist, eine mühelose Aufrichtung, Leichtigkeit.
Die fünf Sinne sind bekannt und gehören zum Alltag. Weniger bewusst ist, dass der kinästhetische Sinn nicht nur die Hände, die fühlen und greifen umfasst, sondern den ganzen Körper, also die Haut und ihre Nerven betreffen. Berührung und passives bewegt werden, lösen Sinnesempfindungen aus, genauso wie ein gutes Essen, ein schönes Bild oder der Hörgenuss bei einem Konzert. Die anderen Sinne werden selbstverständlich trainiert und wenn nötig mit Geräten unterstützt, um den Sinnesgenuss und ihre Funktion aufrechtzuerhalten. Auch der Körper braucht Aufmerksamkeit und Übung, um sein ganzes Potential entfalten zu können. Eine Möglichkeit dazu ist eine körpertherapeutische Behandlung, bei der der Klient oder die Klientin Empfindungen bewusst wahrnimmt. Die Empfindsamkeit des Körpers wird durch Wiederholung trainiert: Je häufiger bewusstes Fühlen von Körperempfindungen stattfindet, desto einfacher gelingt die Integration dieser Qualitäten in den Alltag.

Aus meiner körpertherapeutischen Sicht hat Sinnlichkeit mit Selbstwahrnehmung, Bewusstsein und im Jetzt-Sein zu tun. Selbstwahrnehmung und Bewusstsein richten den Fokus auf die Wahrnehmung der Körperempfindungen. Dominante Gedanken reduzieren sich und Empfindungen werden erfahrbar. Damit die empfangende Person tatsächlich ihren Körper fühlt und sich das Gefühlte nicht nur vorstellt, braucht es Akzeptanz: Die Person erlebt das, was sie fühlt ohne es zu bewerten. Was sie erlebt ist einfach eine Empfindung, die jetzt gerade so ist wie sie ist und sich im nächsten Moment verändern kann. Körperliche Sinnesempfindung ist wie ein Farbenkreis: Durch Erfahrung können aus wenigen Grundfarben eine riesige Fülle von unterschiedlichen Farben kreiert werden. Die Grundfarben auf der körperlichen Ebene sind meist „gut“, „schlecht“ und „schmerzend“. Einige weitere „Farben“ könnten sein leicht, sanft, schwer, entspannt, weit, ausgedehnt, fliessend, rieselnd. Die Empfindungen lassen sich beliebig erweitern und vertiefen sich ständig. Die Erfahrung von neuen Körperempfindungen hört nie auf. Da der Mensch sich im Laufe der Jahre körperlich und psychisch verändert, gehen mit der Entwicklung auch neue Empfindungen einher.

Eine körperliche, sinnliche Erfahrung entsteht, wenn einige Voraussetzungen erfüllt sind:

Verlangsamung
Um körperliches Wohlbefinden und Sinnlichkeit erfahrbar zu machen, brauchen wir Zeit. Zeit um sich bewusst zu fühlen, sich zu geniessen und Körpergefühle überhaupt wahrzunehmen. Sich Zeitfenster (auch in der Agenda) zu schaffen ist ein zuverlässiges Instrument, um Verlangsamung zu ermöglichen.

Präsenz – im Jetzt sein
Wahrnehmung von Wohlbefinden in allen Schattierungen kann nur im Jetzt stattfinden. Bleibt der Geist in der Vergangenheit oder schweift in die Zukunft, kann die empfangende Person ihren Körper und ihre Empfindungen nicht so genau wahrnehmen. In einer körpertherapeutischen Behandlung sind beide – KlientIn und TherapeutIn - aufgefordert, sich präsent dem Prozess hinzugeben, der sich im Moment entfaltet.

Sich „von innen heraus“ fühlen
„Sich von innen nach aussen fühlen“ oder sich „von aussen anschauen“ (und sich möglicherweise beurteilen) ist ein entscheidender Unterschied. Sich aus seinem Innern heraus wahrzunehmen bedeutet, sich liebevoller zu betrachten, seinen eigenen Fühlqualitäten näher zu sein und sich weniger mit anderen zu vergleichen.

Qualität der Berührung
Die Qualität der Berührung und fühlende Hände sind entscheidend für die Reaktion des Körpers. Wird jemand grob und respektlos angefasst, weicht der Körper unbewusst zurück oder wird steifer. Eine angenehme Berührung entspannt den Körper und öffnet den Geist. In der Körperarbeit, die ich in den letzten zwei Jahrzehnten entwickelt habe, lege ich viel Wert auf eine respektvolle Präsenz und eine bewusste Berührung. Sanftheit, Sicherheit und Klarheit in der Berührung sind grundlegend, unabhängig davon, ob ich sanft oder dynamisch bewege.

4. Thema „Anders denken lernen“: Sinnlichkeit und Erotik

Während der Vorbereitung für den Text dieses Newsletters, konnte ich beobachten, wie mich meine eigenen Gedankenmuster zum Thema „Anders denken lernen“ im Bereich Sinnlichkeit und Erotik dazu brachten, in verschiedene Richtungen zu denken, diese Gedanken wieder zu verwerfen, von vorne damit zu beginnen über das Thema nachzudenken. Ich stiess an meine Grenzen, öffnete mich wieder und begann erneut darüber nachzudenken, wie ich das Thema anpacken sollte. Ich fragte mich, wie ich dieses Thema, das so weit und vielfältig auf so wenige zentrale Aussagen reduzieren sollte. Schlussendlich haben sich in diesem Prozess für mich zwei Themen als besonders grundlegend für alle anderen Erfahrungen herausgeschält: Annehmen des eigenen Körpers und der eigenen Persönlichkeit und freie Kommunikation mit einem vertrauten Gegenüber.

Dass ich hier diese beiden Bereiche wähle, hat mit meinen eigenen Gedankenmustern zu tun. Sie wurden geprägt durch mein eigenes Leben und durch meine Erfahrungen in meinem Praxisalltag. Daraus hat sich eine Meinung entwickelt mit der ich mir erkläre, auf welche Art gewisse geistige und körperliche Abläufe einander beeinflussen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema hat bewirkt, dass ich wieder neu auf meine Erfahrungen und mein Wissen schaue und meinen Meinungen und Gedanken wieder mehr Spielraum für neue Erfahrungen biete.

Annehmen des eigenen Körper und der eigenen Persönlichkeit
Als Beispiel dafür möchte ich Ihnen das Resultat einer Studie vorstellen, das ich im Buch „Sexuelle Intelligenz“ von Sheree Conrad gefunden habe. Das Buch ist etwa 10 Jahre alt, ist immer noch aktuell und inzwischen auch als Taschenbuch erhältlich.

Die Autorin beschreibt in einem Abschnitt eine Studie: Es gibt zwei Kontrollgruppen. Eine Kontrollgruppe sieht einen Kinofilm, der „schöne“ Menschen beim Liebesspiel zeigt, die zweite Kontrollgruppe sieht diesen Film nicht. Danach sind die Probanden und Probandinnen aufgefordert, sich selbst zu beurteilen, ob sie sich schön und attraktiv finden. Das Ergebnis ist markant: Diejenigen Menschen, die zuvor einen Kinofilm mit gesellschaftlich anerkannten schönen Menschen im Fernseher gesehen haben, schätzen sich nachher deutlich weniger schön und attraktiv ein als die Menschen, die den Film nicht gesehen haben.

Ich finde diese Studie interessant, weil sie zeigt, wie häufig die eigene Einschätzung mit dem Vergleich mit Äusserem und wenig mit der inneren Realität zu tun hat. Eine alternative Handlungsweise wäre, sich selbst nicht mit den Personen im Film zu vergleichen und danach abzuwerten, sondern „von innen heraus“ weiterhin die eigenen Empfindungen und Qualitäten wahrzunehmen und den Liebesfilm einfach zu geniessen. Das Wesen eines Menschen und die Fähigkeiten zu fühlen verändern sich nicht durch einen Liebesfilm. Es sind die Gedankenmuster und die eigene „ Meinung über“, die dem Vergleich nicht stand halten.
Ich habe als Körpertherapeutin häufig erlebt, wie sich durch regelmässige Massagen die Gedankenmuster einer Person verändert haben. Scham, Zweifel und Verurteilung nahmen ab und Selbstbewusstsein, Akzeptanz der eigenen Persönlichkeit, Neugierde und Humor wurde selbstverständlicher.

Freie Kommunikation mit einer vertrauten Person
Ebenso wie Berührung, Empfindung und wertfreies Denken über den eigenen Körper und die eigene Person, brauchen Menschen ein vertrauensvolles Mitteilen, verbalen Austausch und Nachdenken über Muster, Gewohnheiten, Ängste, Freuden und Wünsche. Inspiration von einem Gegenüber ist wichtig, damit eingefahrene Gedankenmuster bewusst werden und sich verändern können. So kann eine Vielfalt an Möglichkeiten entstehen, um sich auszudrücken. Auch Kommunikation kann eine Art sinnlicher Erfahrung sein, wenn Gefühle, Meinungen, Bedürfnisse und Gedanken frei geäussert werden können. Empfangen werden mit dem, was eine Person denkt, meint oder nicht kann, bringt Erleichterung, denn sie fühlt die Akzeptanz oder die Zuneigung, die ihr entgegengebracht wird. Der Körper entspannt sich und ein wohliges Gefühl kann dadurch entstehen. Dieses Empfangensein ist sehr wertvoll: Menschen können dadurch unversehens gesunden.

5. Mein Netzwerk

Janine Hug und Didi Liebold, Sexological Bodyworkers http://www.sexologicalbodywork.ch
Für Janine Hug und Didi Liebold ist Sexualität, Erotik und Sinnlichkeit eine Passion, die sie zu ihrem Beruf gemacht haben. Seit 2008 leiten sie in Zürich eine Schule mit umfassendem Kursangebot, Einzel- und Paarmassagen. Als Einführung steht auf ihrer Webseite: „Als Sexological Bodyworker begleiten wir Menschen mit Berührung, Atmung, Bewegung und Kommunikation auf ihrem Weg, sich stärker mit ihrem Körper zu verbinden. Wir helfen Ihnen, Blockaden zu erkennen, unterstützen Sie, um diese zu durchbrechen und sich von alten Zwängen und Ängsten zu befreien. Wir beraten Sie, um Ihnen neue Möglichkeiten im Bereich der Sexualität und Intimität zu eröffnen. Denn eine erfüllende Sexualität ist Quelle der Lust und Lebensfreude, Ausdruck von Liebe, Erotik und Sinnlichkeit.“
Janine Hug und Didi Liebold gehören zu meinem Netzwerk, weil sie auf dem Gebiet der Sexualität und Erotik kompetent und fachlich sehr versiert sind. Möchten Sie Ihre Erotik und Sexualität besser kennenlernen und weiter entwickeln? Ja, doch Sie zögern? Auf der Webseite finden Sie verschiedene Angebote, auch für Einsteiger und Einsteigerinnen.

6. Drei Buchtipps

In den letzten Jahren sind einige sehr lesenswerte Bücher zum Thema Sinnlichkeit, Erotik und Sexualität veröffentlicht worden. Hier eine Auswahl:

Christinger, Doris und Peter A. Schröter:Vom Nehmen und Genommen werden.
Für eine neue Beziehungserotik.
Pendo Verlag, 2009. ISBN-10-3-86612-214-4

Das Feminine und das Maskuline, das wir in unserem Streben nach Individualität als Klischee abtun, führen zu Unrecht ein Schattendasein beim Sex. Erst die Hingabe der Frau und das Fordernde des Mannes führen im Liebesspiel zu ungeahnten Höhen, so Christinger und Schröter. Bei ihrer ganzheitlichen Sicht auf die Sexualenergie, die sie in ihrer Paartherapie erprobt haben, wird die Anerkennung der unterschiedlichen erotischen Energien von Mann und Frau zum Kernstück funktionierender Beziehungen. Ein Buch, das Mut macht, die erotischen Phantasien zu leben und sich beim Sex (ver-)führen zu lassen - ohne die im Alltag gewonnene Stärke aufzugeben.

Riedl, Michaela: Yoni-Massage. Entdecke die Quellen weiblicher Liebeslust.
Nietsch Hans Verlag, 2006. ISBN 3-934647-05-7.

Michaela Riedl überzeugt in diesem ersten Buch zum Thema "Yoni-Massage" mit ihrem langjährigen und fundierten Erfahrungsschatz. Einfühlsam begleitet sie die Leserin und den Leser auf eine Entdeckungsreise in die weibliche Sexualität. Das Wissen über die anatomischen, energetischen und spirituellen Grundlagen führt zu einer Schritt für Schritt umsetzbaren, heilsamen und tiefgehenden Massage des weiblichen Genitalbereiches.

Becker, Klaus Jürgen und Michaela Riedl: Lingam Massage.
Die Kraft männlicher Sexualität neu erleben körperlich, energetisch, spirituell
.
Nietsch Hans Verlag, 2008. ISBN 3-939570-37-0.

"Lingam Massage" eröffnet Männern einen tiefen Zugang zu ihrer Männlichkeit, zu ihrer Sexualität. Das Sanskritwort "Lingam" bezeichnet die männlichen Genitalien - allerdings nicht nur rein anatomisch, sondern auch als Symbol der Verehrung des männlichen Prinzips. Männern, die die körperliche, seelische und spirituelle Dimension ihrer Sexualität erfahren und erweitern möchten, ist die Lingam Massage eine hilfreiche Unterstützung. Ihre Ursprünge gehen auf Joseph Kramer zurück, der diese Form der Massage vor etwa zwanzig Jahren entwickelte. Dabei floss sein Wissen aus den Bereichen der modernen Sexualforschung und Körperarbeit, aus dem Tantra und dem Taoismus mit ein. Dieses Buch ermöglicht es, die Lingam Massage selbstständig durchzuführen und vermittelt fundiertes Wissen zu den anatomischen, physiologischen und psychologischen Grundlagen der männlichen Sexualität. Ergänzt wird dieses Wissen durch Erfahrungsberichte.